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Zeitung zum Thema:
Neue Presse vom 08.12.2006
Region Hannover
Stalking-Prozess: Angeklagte räumt Bluttat ein
dpa / Eine unglücklich verliebte Stalkerin muss sich seit Donnerstag vor dem
Landgericht Hannover wegen versuchten Mordes verantworten. Die 34-Jährige
räumte zum Prozessauftakt ein, den Ex-Freund ihrer Angebeteten mit einem
Hammer geschlagen und mit einem Messer attackiert zu haben. Sie habe den
36-Jährigen, mit dem sie lange Zeit gemeinsam in einem Verein
Mukoviszidose-Patienten betreut hatte, aber nicht töten wollen.
Laut Anklage hatte sich die gelernte Metzgereifachverkäuferin eine
Liebesbeziehung mit der Ex-Freundin des Opfers gewünscht - ihr Ansinnen blieb
aber unerwidert. Anderthalb Jahre soll die Angeklagte dem Paar mit unzähligen
Anrufen und E-Mails nachgestellt haben. Bereits ein Jahr vor der Tat war gegen
die Frau deshalb eine Unterlassungsklage erwirkt worden. Anfang August dieses
Jahres hatte sie gegen die Auflagen verstoßen, weshalb ihr ein Ordnungsgeld in
Höhe von bis zu 250 000 Euro drohte.
„Ich wollte an dem Abend mit ihm reden und habe gehofft, dass die Anzeige
zurückgezogen wird“, sagte die Angeklagte am Donnerstag. Dann sei es in der
Wohnung des Opfers jedoch zum Streit gekommen. Sie habe den Hammer gefunden
und zugeschlagen. Im anschließenden Gerangel habe sie ein mitgebrachtes
Fleischermesser aus der Handtasche gezogen und zugestochen. Der 36-Jährige
überlebte den Angriff nur, weil ein Nachbar zu Hilfe eilte und die Frau zur
Aufgabe überredete.
Direkt nach der Tat hatte die 34-Jährige in den polizeilichen Vernehmungen
angegeben, dass sie geplant hätte, den Mann zu töten. Er habe jahrelang ihr
Leben zerstört und sie habe sowieso nichts mehr zu verlieren.
Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. Das Urteil wird zwei Tage
später erwartet.
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