„Wenn Liebe zum Wahn wird ...Stalking"  Teil 2                                                                                                                                                         15.12.2006

 

Berichte aus der Zeitung zum Thema:

 

Neue Presse vom 08.12.2006

Region Hannover
Stalking-Prozess: Angeklagte räumt Bluttat ein


dpa / Eine unglücklich verliebte Stalkerin muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Hannover wegen versuchten Mordes verantworten. Die 34-Jährige räumte zum Prozessauftakt ein, den Ex-Freund ihrer Angebeteten mit einem Hammer geschlagen und mit einem Messer attackiert zu haben. Sie habe den 36-Jährigen, mit dem sie lange Zeit gemeinsam in einem Verein Mukoviszidose-Patienten betreut hatte, aber nicht töten wollen.

Laut Anklage hatte sich die gelernte Metzgereifachverkäuferin eine Liebesbeziehung mit der Ex-Freundin des Opfers gewünscht - ihr Ansinnen blieb aber unerwidert. Anderthalb Jahre soll die Angeklagte dem Paar mit unzähligen Anrufen und E-Mails nachgestellt haben. Bereits ein Jahr vor der Tat war gegen die Frau deshalb eine Unterlassungsklage erwirkt worden. Anfang August dieses Jahres hatte sie gegen die Auflagen verstoßen, weshalb ihr ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250 000 Euro drohte.

„Ich wollte an dem Abend mit ihm reden und habe gehofft, dass die Anzeige zurückgezogen wird“, sagte die Angeklagte am Donnerstag. Dann sei es in der Wohnung des Opfers jedoch zum Streit gekommen. Sie habe den Hammer gefunden und zugeschlagen. Im anschließenden Gerangel habe sie ein mitgebrachtes Fleischermesser aus der Handtasche gezogen und zugestochen. Der 36-Jährige überlebte den Angriff nur, weil ein Nachbar zu Hilfe eilte und die Frau zur Aufgabe überredete.

Direkt nach der Tat hatte die 34-Jährige in den polizeilichen Vernehmungen angegeben, dass sie geplant hätte, den Mann zu töten. Er habe jahrelang ihr Leben zerstört und sie habe sowieso nichts mehr zu verlieren.

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. Das Urteil wird zwei Tage später erwartet.

 

 
Neue Presse vom 13.12.2006

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