Presseinformation der DSO (Deutsche Striftung Organtransplantation) vom 14.08.2001

 

1. Halbjahr 2001 spricht für positive Prognose bei der Organspende
"Auf der Grundlage der Zahlen aus dem ersten Halbjahr können wir erwarten,
dass die postmortale Organspende in Deutschland in diesem Jahr mindestens
konstant bleibt. Wenn alle Anstrengungen Erfolg haben, ist in diesem Jahr
sogar eine leichte Steigerung möglich", erklärt Prof. Dr. Martin Molzahn,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Im
ersten Halbjahr gab es 539 Organspender. 1.693 Transplantationen nach
postmortaler Organspende wurden bislang durchgeführt.

War in Deutschland der Umfang der postmortalen Organspenden im Jahr 2000
gegenüber 1999 noch leicht gesunken - 2000 gab es 1.026 Organspender, 1999
waren es 1.039 - und wurden im Laufe des Jahres 2000 lediglich 3.383
Transplantationen nach postmortaler Organspende durchgeführt, scheint sich
nun eine positivere Entwicklung abzuzeichnen. "Das wäre für die rund 14.000
schwerkranken Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten ein kleiner
Hoffnungsschimmer", sagt Molzahn. Von einer bedarfsdeckenden medizinischen
Versorgung sei man aber leider noch weit entfernt.

Vergleicht man das 1. Halbjahr 2001 mit dem 1. Halbjahr 2000 so ergeben sich
allerdings erhebliche regionale Unterschiede: Vor allem in den DSO-Regionen
Nordost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern), Mitte (Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland) und Baden-Württemberg ist die Zahl der
Organspenden deutlich gestiegen. In Bayern und in der DSO-Region Nord
(Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen) blieben die
Organspendezahlen etwa auf dem gleichen hohen Niveau wie in den letzten
Jahren. In der Region Ost (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und in
Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der Organspender.

Die DSO ist nach dem Transplantationsgesetz seit Juli 2000 bundesweit als
Koordinierungsstelle für die Organisation der postmortalen Organspende
verantwortlich. Sie unterstützt mit ihren Mitarbeitern in den sieben
Organspenderegionen die Ärzte und Pflegekräfte auf den Intensivstationen bei
der praktischen Durchführung der Organspende. Für eine positive Entwicklung
der Organspende ist die intensive Zusammenarbeit zwischen der DSO und den
Krankenhäusern entscheidend. Nach den vorliegenden Daten unterstützt die
Bevölkerung mehrheitlich den Gedanken der Organspende nach dem Tode.

Fragen zur Organspende und Transplantation beantworten die Mitarbeiterinnen
des Info-Telefons Organspende unter der kostenlosen Nummer 0800/90 40 400.



Neu-Isenburg, 14. August 2001

Ansprechpartnerinnen:
Ilja Stracke/Dr. Susanne Venhaus, Emil von Behring-Passage, 63263
Neu-Isenburg,
Tel.: 06102/3008-396 oder 06102/3008-197, Fax: 06102/3008-188, E-mail:
presse@dso.
 
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