Meine Medikamente

- Die angegebenen Medis Zithromax und Ciprobay sind Antibiotika, die  unterschiedlich wirken. Zithromax ist ein entzündungshemmend wirkendes Antibiotika, welches nur kurze Zeit eingenommen werden braucht, weil sich ein Depot aufbaut, was sich nach der Einnahme wieder abbaut.  Ciprobay ist ein pseudomonaswirksames Antibiotika.   Meine orale Antibiotikatherapie ist im Augenblick eine 14 tägige Einnahme von Zithromax, dann 4 Wochen Pause, Depotabbau. Anschließend wieder 14 Tage einnehmen. Wenn aber ein Infekt dazwischen kommt, der nicht unbedingt "Krankenhausreif" ist, versuchen wir mit Ciprobay gegen zu steuern.

- Nortase und Panzytrat sind Enzympräparate, die für die Fett-, Kohlehydrat-  und Eiweißverdauung zuständig sind. Sehr bekannt bei der Enzymgabe ist  auch Kreon.  Panzytrat und Kreon werden nach Lipaseeinheiten, wie 10 000, 25 000 oder 40 000 dargereicht. Sie werden in der Menge dem Fettgehalt im Essen angepaßt. Ich habe eine Woche lang alles notiert, was ich esse, dazu auch die Menge der Enzyme. Mit einer Diätberatung haben wir dies dann ausgewertet. Mit Hilfe einer Stuhlprobe konnte nun untersucht werden, wieviel Restfett unverdaut wieder ausgeschieden wird. Die Enzymmenge kann gegebenenfalls angepaßt werden.  Ich weiß seit dem, daß ich bei ca. 12 - 15 Gramm Fett im Essen, 3 Panzytrat und 12 Nortase brauche, das entspricht ca. 265 000 Lipaseeinheiten täglich bei "gesundem" Appetit.

- Uniphillin ist ein bronchenerweiterndes Medikament ähnlich dem Bronchoretard oder Loftan. Durch Überdosis oder Zugabe von Koffein erhöht sich bei mir der Theophillinspiegel, und ein zittern der Hände stellt sich ein.

- Calcium nehme ich inzwischen in recht hoher Dosis ein, da sich schon eine leichte Veränderung der Knochendichte zeigt, was zur Osteoporose führen kann. Calcium sollte aber in Verbindung mit Vitamin D (Vigantoletten) eingenommen werden, damit der Körper es auch aufnehmen kann.

- Mit der Einnahme von Magnesium habe ich angefangen, weil ich sehr oft mit Wadenkrämpfen zu kämpfen hatte, und sich vom starken Husten auch Krämpfe in dem Zwerchfell gezeigt haben, die sich als absolut unangenehm entpuppt haben:-)

- Vitamin E und Eunova sind Vitamine, die sich im Blutbild als Mangel gezeigt haben. Dazu muß ich gestehen, daß ich sicher auch zu wenig frisches Obst und Gemüse esse, was aber leider in einem ein Personenhaushalt auch schlecht anders geht.

- Ferro Sanol ist ein Eisenpräparat, was sich auch im Blutbild als Mangel zeigt. Bei Mangel ist der HB - Wert zu niedrig. Eisen ist in Verbindung der roten Blukörperchen für die Sauerstoffaufnahme im Blut zuständig.

- Antra nehme ich gegen mein Sodbrennen ein. Nennt sich auch Säureblocker.

- Sempera nehme ich ein, wenn meine Scheidenflora mit Pilzen mal wieder völlig ruiniert ist durch orale oder intravenöse Antibiotikagaben. Allerdings versuche ich den Pilzen erst mit herkömmlichen Mitteln wie Joghurt oder Cremes wie Canestene entgegen zu treten.

- ACC 6oo ist ein Mukolytikum, was den Schleim in der Lunge verflüssigen soll. Dies nehme ich nach Bedarf und Gefühl. Ich merke, daß ich es mehr brauche, wenn ich sehr verschleimt bin, wenn ich zu wenig Salz im Essen habe, oder wenn die Heizperiode beginnt.

- Prednison ist ein Kortison, und damit bekomme ich besser Luft.

 

- Protaphane ist ein Basal - Insulin. Das heißt, wir haben erst den Tagesbedarf festgestellt, und jetzt spritze ich mir ca. die Hälfte des gesamten Tagesbedarfs an Insulin als Basis.

- Humalog ist ein gentechnisch hergestelltes Alt - Insulin, mit dem ich die andere Hälfte des Tagesbedarfs decke. Dies passe ich bei den Mahlzeiten den Broteinheiten BE an. Dabei spritze ich ungefähr nach folgendem Prinzip:  morgens je BE / 2 Einheiten Insulin, mittags je BE / 0,5 bis 1 Einheit, abends wieder 2 Einheiten / je BE und bei den Zwischenmahlzeiten oder leckeren Süßigkeiten geht es auch schon mal nach  pi mal Daumen:-))  dabei sollte man aber nicht vergessen den Blutzucker immer wieder zu kontrollieren. Durch erhöhte Aktivität oder Infekte kann sich der Blutzucker sehr schnell verändern, und man weiß ohne Kontrolle absolut nicht wo Müdigkeit,  Unwohlsein, großes Durstgefühl oder Mattigkeit her kommen. Was auch eine sehr große Gefahr ist, daß man sich am Abend zu viel spritzt, und man im Schlaf in einen Unterzucker gerät. Zeigen kann sich dies indem der morgentliche Nüchternzucker zu hoch ist. 

 

- Atrovent und Sultanol sind zur inhalativen Weitstellung der Bronchien, wobei das eine ein schnell wirkendes ist und das andere ein längeranhaltendes Medikament ist.

- Pulmicort ist eine Kortisonsuspension zur Inhalation.

- Colistin ist ein Antibiotika zur inhalativen Anwendung. Dabei ist aber sehr wichtig, daß dies sehr regelmäßig angewandt wird. In einer "normalen" Lunge werden Schmutzpartikel, Bakterien etc., die ganz natürlich in jede Lunge geraten, über die Flimmerhärchen und der Schleimhaut wieder heraustransportiert. In "CF" Lungen ist das meist nicht möglich, darum finden Bakterien einen sehr geeigneten Nährboden vor. Durch die konsequente Antibiotikainhalation könne man da vorbeugen, wie ich mal in einer Illustration der Firma Lilly gesehen habe.

- Pulmozyme ist ein gentechnisch hergestelltes Medikament, daß ich nur bei Bedarf, so eigentlich entgegen des Rates der Ärzte inhaliere. Die Medikation wäre täglich, doch leider habe ich dann mit meinem Schleim in den Lungen Probleme, es wird mir zu flüssig. Darum inhaliere ich es, wenn ich mit einfacheren Methoden bei der Drainage nicht mehr an mein Sputum herankomme, oder wenn er zu fest wird.

 

- SkandyShake ist Zusatznahrung und dies brauche ich auch nur noch im Notfall, jetzt  mit einem BMI von 20.4, ja manchmal sogar bis 20.9,  ist das nicht notwendig:-))

 

- Desweiteren muß hier noch erwähnt werden, daß ich alle 3 Monate eine IV (intravenöse Antibiotika Therapie) durchführe. Hier habe ich entweder Fortum und Gernebcin 2x täglich bekommen, oder Meronem mit Gernebcin. Dies dann aber 3x täglich. Zu Anfang habe ich die IV´s zu Hause mit selbst an zu mischenden Medis durchgeführt. Auch habe ich einige IV´s  mit der Firma Caremark durchgeführt. Doch inzwischen versuche ich, daß ich diese in Kliniken durchführe, weil ich halt allein zu Hause bin, und das ist mir mit fortschreiten der Krankheit einfach zu gefährlich und auch zu anstrengend. Außerdem kann ich mich jetzt in Kliniken während der IV´s besser auf meine restliche Therapie konzentrieren und habe so gute Physio- und Sporttherapeuten zur Unterstützung dabei.

 

  zurück                                                                                 weiter