Themenvorgabe Mai

 

Beate schaute gelangweilt aus dem Fenster. Ihr Mathelehrer Herr Buschmann erklärte irgendwelche Formeln vorne an der Tafel. Sie hörte nur in ihrem Unterbewusstsein seine tiefe Stimme. Trotz ihrer schlechten Augen hatte sie dafür gesorgt, dass sie beim Einzug ins neue Klassenzimmer eine möglichst weit von der Tafel entfernten Platz besetzen konnte. Ihre Schule lag am Waldrand und so konnte sie, wenn sie aus dem Fenster schaute –was sie zum Leidwesen ihrer Lehrer sehr häufig tat- in den Wald schauen. Manchmal sah sie wie zwei Menschen eng umschlungen darin verschwanden. Jeden Morgen um die gleiche Zeit kam auch ein älterer Herr mit seinem Boxer-Hund und führte ihn aus. Der Hund zerrte an der Leine den alten Mann hinter sich her, wenn sie auf dem schmalen Waldweg in den Wald hineingingen. Auf dem Rückweg war es umgekehrt. Da zog der Mann mehr den Hund hinter sich her. Sie kannte das Spiel. Sie hatten selbst einen Hund zu Hause. Wenn sie mit ‚Martin’ mal raus musste, zog er auch immer so lange, bis sie den Rand der Wiesen erreichten und dann lies er sich Zeit und schnüffelte im Gras, machte sein Geschäft. Nur wenn er eine Maus oder einen Fasan entdeckte dann zog er wieder an der Leine, so dass er sie fast mit umriss. Sie versuchte sich bei schlechtem  Wetter –meist erfolgreich- davor zu drücken mit ‚Martin’ raus zu gehen. Sie spielte lieber mit ihm im Haus. Der alte Mann ging bei jedem Wetter, das hatte sie beobachtet und bewunderte ihn dafür.

Herr Buschmann redete noch immer. Sie dachte an den vergangenen Winter. Da spannte sie Martin vor ihren Schlitten und lies sich durch den Schnee ziehen.

 


Na, fällt euch etwas ein??? lasst euren Phantasien freien Lauf.... freue mich wie immer auf rege Beteiligung. Einsendeschluss 30. 05. 2003...
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