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Krankenhaus oder
Ibishotel??..
Sie weiß sie muss zur IV. Doch wieder ins Krankenhaus? Und wohin? In welches??... Nach langem zaudern ruft sie ihren Hausarzt an und er verspricht ihr sich umzuhören. Als er nach einiger Zeit
zurückruft hat sie bereits ihre Sachen gepackt. Der Doc hat gesagt sie solle sich in der Lungenfachklinik gleich auf der Intensivstation melden. Ein Taxi wird gerufen und schon geht es mit Sack und Pack los. Es sieht aus als wolle sie für länger fort bleiben, als der Fahrer sie
mit dem Rolli auf Station fährt. Aber sie weiß ja, dass sie an vieles denken
muss, was sie dringend im KH braucht. Sie hat in ihrem Gepäck z. B. ihren Parimaster zur Inhalation, und damit sie ihre 6 Inhaletten auch selbstätig desinfizieren kann, hat sie den Vaporisatior dabei. Nicht zu vergessen etwas Obst und Süsses, weil sie doch ein rechtes Schleckermäulchen ist,
außerem die Medis für mindestens 2 Wochen. Weil sie aus Erfahrung weiß, dass es in Kliniken unmöglich ist genau ihre Sachen, und auch diese Mengen, in so
kurzer Zeit herbei zu schaffen.
Sie wird in der Klinik in ein Zimmer mit einem weiteren leeren Bett geschoben. Das Personal ist freundlich aber sehr distanziert. Ist ihr aber im Moment auch recht, sie hat ja sowieso kaum Luft zum Reden. Nach einiger Zeit kommt ein sehr netter und
gutaussehender Doc ins Zimmer und begrüßt sie mit den Worten: "Na da wollen wir mal, aber nur das Sie es wissen, es geht hier nach meiner Nase!" Etwas irritiert kann sie gerade noch antworten: "Na wenn es denn sein soll, und es nach meinem Sinn ist, habe ich da nichts gegen." Nun war sie aber erst mal gespannt. Hatte sie etwas falsch gemacht??? Erst mal abwaren. Der Doc zeigt sich sehr
kompetent, gibt aber unumwunden zu, das sie erst die zweite Cf´lerin hier in diesem Hause sei und er erwarte etwas Mithilfe. Was für sie aber nur natürlich ist, und keine Probleme darstellt. Nach kurzer Zeit ist eine
telefonische Verbindung mit der MHH, ihrer CF-Ambulanz, hergestellt, die Medis und Therapie geklärt, und alles läuft seinen Gang.
Nach einigen Tagen werden auch die Damen und Herren der Station sehr freundlich und so nach und nach kommt heraus, das sie hier eigentlich nie wieder einen Patienten mit Mukoviszidose behandeln wollten. Nach mehreren Gesprächen kann sie dies gut nachempfinden.
Bei vielen ihrer Mitpatienten ist es so, das sie schon sehr früh sehr krank waren, darum hat man ihnen in der einen oder anderen Klinik sehr viel gutes tun wollen und hat sie maßlos verwöhnt. Allerdings haben dabei sowohl Patienten als auch das Personal oft den Überblick und die Realität verloren und irgendwann ist nicht mehr klar: was gehört eigentlich zur Behandlung und was sind geforderte Extras, die man mal eben so durchgehen ließ.
Viele meiner Mitpatienten sehen so manches als selbstverständlich an, was
eigentlich nicht zum Krankenhaustandart gehört. Es sollte sich aber ab und an mal überlegt werden, das sie im Krankenhaus sind und nicht in einem Ibis Hotel, wo alle Extras abgerechnet und bezahlt werden können! Meiner Meinung nach kann ich mir, wenn ich die Klinik muss, Süßes wie Mars, Milkyway, Gummibärchen oder Coca Cola von zu Hause mitbringen lassen. Denn wenn ich zu Hause bin, sind dies doch auch Extras und müssen bezahlt werden, oder?????
[ich hoffe ich hole mir mit diesem Bericht keine Schiefer ein bei meinen Mitpatienten, aber das musste mal gesagt werden!]
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