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Eindrücke über Davos von Carmen R. |
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Mai 2002. Wiedereinmal hatte es mich gesundheitlich ziemlich erwischt. Nach einem Rezidivpneumothorax musste ich mich einer Thorakotomie (Lungen-OP) unterziehen. Um schnellst möglich wieder auf die Beine zu kommen, entschied ich mich für die Fortführung der stationären Behandlung in der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang (Deutsche Asthma- und Allergieklinik in der Schweiz).
Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang
Die Hochgebirgsklinik
ist eine Fach- und Rehabilitationsklinik für Atemwegserkrankungen für
deutsche Patienten (Kinder und Erwachsene). Hauptsäschlich werden hier
Patienten mit Asthma bronchiale behandelt. Man ist deshalb als CF-Patient
ein Exot, aber in sehr guten Händen. Vorteil:
Wenig „CF-typische Keime“.
Ich beschloss, diesmal mit dem Auto zu reisen. Gegen 17.00 Uhr hatte ich mein Reiseziel erreicht und begab mich erst einmal zum Empfang. Dort lagen meine Unterlagen bereit und da ich vor ca. einem Jahr schon einmal in der Klinik weilte, ging die Aufnahmeprozedur sehr rasch. Ein
netter Herr vom Patientenservice half mir dann mein Gepäck auf das Zimmer
zu bringen. Wenn man mit dem Zug anreist, wird man mit dem Klinikbus vom
Bahnhof abgeholt. Das ist ein selbstverständlicher Service der Klinik. In
meinem Zimmer (alles Einzelzimmer, mit Balkon – Blick zu den
Bergen bzw. zum See, Dusche, Telefon - keine Grundgebühr, Fernseher kann
gemietet oder mitgebracht werden) fand ich die Bestellzettelchen für die
Routineuntersuchungen am nächsten Tag. Labor, Lungenfunktion, EKG, Sputum,
Röntgen. Nach einem Emp-fangsgespräch mit der Stationsschwester, fand
auch gleich das Arztgespräch (Dienstarzt) statt. Scheinbar
hatte ich mich mit meiner Autotour nach Davos ziemlich verausgabt. Deshalb
verbrachte ich den Abend mit Inhalation, O2-Nasensonde usw..
Das Abendessen wird am Anreisetag in der Regel auf dem Zimmer serviert,
damit man für evtl. noch anliegende Termine erreichbar ist. Mein
erster Tag in Davos begann dann um 6.30 Uhr mit dem Gang in das
Labor zur Blutentnahme. (La-bortermine sind die einzigsten Termine, die am
Ausschlafen hindern.) Mit einer gewissen Routine arbeitete ich meine
Bestellzettelchen ab und schaffte es auch noch pünktlich zum Frühstück.
(Frühstück ist von 7.00 Uhr bis 8.45 Uhr.) Weiter ging es dann mit einem
Besuch bei der Stationsärztin. (Wesentliche Verordnungen, wie
Medi-kamente, Inhalationen, Physiotherapie und spezielle Ernährungsprobleme
werden sofort bearbeitet. Auf die Ter-mine der anderen Verordnungen muss
man mit Geduld 1-2 Tage warten, da diese von den einzelnen Abteilungen in
das Behandlungsbüchlein, welches jeder Patient bekommt, eingetragen
werden.) Mit meiner Verordnung für Inhalation (Solvet II –
Perkussionsinhalationsgerät 2 x täglich) begab ich mich in die
Inhalationsabteilung. Ich bekam mein Inhalationskärtchen und dann ging es
auch gleich los. Inhalieren kann man hier sehr viel. (Trocken-, IPPB-,
Solvet-, Ultraschall-, Feucht-, UDV-, ADV-Inhalation) Da ich meine
Pari-Inhalationsgeräte mitge-nommen habe, führte ich die „Routine“-
Inhalation in Eigenregie auf den Zimmer durch. Dadurch war ich etwas
flexibler, was die Tagesplanung betraf. Die Vernebler erhielt ich täglich
frisch gereinigt und sterilisiert in der Inhalation. So gab es keinen
Hygienestress.
Davoser See - Juni 2002 Die Therapie
liegt im wesentlichen in der Organisation und Selbstkontrolle eines
jeden Patienten. Das schafft sehr viel per-sönlichen Freiraum und ist
etwas, was ich an dieser Klinik sehr mag. Neben
der körperlichen Ertüchtigung werden diverse Vorträge angeboten.
Besonders zu empfehlen für CF-Patienten ist der Vortrag Inhalation und
Praxis der Inhalation. Es besteht
die Möglichkeit, die eigenen Inhalationsgeräte auf Betriebstüchtigkeit
prüfen und sich fachkompetent beraten zu lassen. Deshalb: Inhalationsgeräte
alle mitnehmen! Sehr
gut finde ich das seitens der Klinik angebotene Sportprogramm. Nach
einem individuellen Leistungstest kann jeder frei im Fitnessraum
trainieren. Die durchgeführten Wanderungen werden nach Leistungsgruppen
eingeteilt, so dass auch hier jeder entsprechend seiner Kondition
teilnehmen kann. Am Ende des stationären Aufenthaltes findet ein
Leistungsabschlusstest statt und man bekommt Trainingsempfehlungen für
daheim. Wer
bei der Physiotherapie noch nie ins Schwitzen und „Pusten“
gekommen ist, der sollte es einmal in der Hochgebirgsklinik probieren. Man
staunt, zu welchen physiotherapeutischen Höchstleistungen man unter
An-leitung eines guten Physiotherapeuten auch im „Alter“ noch fähig
ist.
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ist trocken, allergen- und keimarm und
frei von Hausstaubmilben -
auch Zecken habe ich
keine gefunden -
Im übrigen:
hier wurde vor der Entwicklung der Antibiotika die Tuberkulose auf natürliche
Weise mittels guter Ernährung, Sonne und Liegekuren therapiert.
Nachzulesen in: „Der Zauberberg“ von Thomas Mann
Panoramaweg und Davoser See -
Krankenhausaufenthalt,
Anschlussheilbehandlung, Rehabilitation für deutsche Patienten (Näheres
dazu unter: http://www.hochgebirgsklinik.ch
oder über die Belegungszentrale 0041/814173737 erfragen) -
sehr gute auf die
individuelle Leistungsfähigkeit abgestimmte Physiotherapie, Sport- und
Bewegungs-therapie (Ergometer, Fitnessraum, Gymnastikprogramme, Walking,
Skilanglauf im Winter, Wander-ungen, Schwimmen (Bad geeignet für Leute
mit Chlorunverträglichkeit), Volleyball, Tischtennis etc.) für Groß und
Klein, Inhalationen (siehe Text), Massage, Sauna, Wassertreten, Güsse und
Bäder etc., -
eine gute Küche (abends
oft warmes Essen) und gute Ernährungsberatung -
diverse medizinische
Vorträge, Beratungs- und Informationszentrum (z.Bsp. Berufsberatung,
Beratung zu Schwerbeschädigtenausweis) -
Kirche, psychologische
Betreuung, Basteln, Kino-Filme, Bibliothek, Internetzugang, Post,
Cafeteria, Waschmaschine, Teeküche auf den Stationen -
Mutter-Kind-Station,
Klinikschule für Kinder, Kindergarten -
ärztliche Visiten,
pneumologische und allergologische Diagnostik, HNO-, Haut-, und Augenarzt
usw. -
kostenlose Fahrt mit öffentlichen
Verkehrsmitteln in der Landschaft Davos Neugierig
geworden? Lust auf Davos bekommen? Dann wünsche ich Euch viel Spaß und
einen hohen Gesundheitsgewinn.
Mit sonnigen Grüßen
Carmen R. (34 J.) |
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