Beruflicher Werdegang

 
 
Ich habe die Realschule besucht und diese aber leider nur mit einem
Abgangszeugnis verlassen. Trotzdem bin ich in einem kleinem Hotel (Hotel Rotdorn, Heinum) zur Hotelfachfrau ausgebildet worden. Eine weitere Zwischenstation war immer wieder ein Landgasthof (Hotel Deutsches Haus, Eitzum). Schnell musste ich aber feststellen, dass meine körperlichen Kräfte in diesen jungen Jahren begrenzt waren. Also habe ich versucht mich beruflich anders zu orientieren, mit Jobs in Gärtnereien und Spielhallen. Doch wer erst einmal in der Gastronomie fußgefasst hat, fühlt sich ohne Fremdenverkehr recht einsam. Mit 23 Jahren bin als Saison - Bedienung nach Bayern aufgebrochen (Gasthof zur Brücke, Eschenlohe). Sechs super Monate.....   mit sehr viel Arbeit.....     und noch viel mehr Spaß:-)      und ich war völlig ausgepowert......     Sommersaison und die Festspiele in Oberammergau! Aber es war einfach Klasse!! Ich habe sehr viel gelernt und viele Freunde für mein weiteres Leben gefunden.
Danach folgte ein dreiviertel Jahr Auszeit und anschließend der Versuch im Büro eine Umschulung zur Reisebürokauffrau zu starten, weil es doch auch möglich sein musste, mit mehr geistigem als körperlichem Einsatz berufstätig zu sein.  Aber es fehlte wieder der Kontakt zu Gästen. Schon nach 3 Monaten, mit inzwischen 25 Jahren, bin ich wieder in Bayern in dem gleichen Hotel in Eschenlohe gelandet, wie schon vor einem Jahr. Diesmal mit dem Bewusstsein, was auf mich zu kommt. Es war herrlich. Darauf folgten noch zwei sehr gute Restaurants (Guggenbergalm, Bad Kohlgrub), (Schleifmühle, Unterammergau) in denen ich eine Anstellung als Bedienung fand, bis hin zur Selbständigkeit, mit 29 Jahren, in einem 180 Plätze Restaurant mit Fremdenzimmern (Alter Wirt, Murnau am Staffelsee).
Nach dreieinhalb Jahren kam leider der gesundheitliche Absturz bis hin zur Arbeitsunfähigkeit, so dass ich jetzt Rentnerin bin. Da ich sehr große Schwierigkeiten mit dem Nichtstun hatte, habe ich mich vor 2 Jahren noch einmal mobilisiert und bin für ein Jahr zur Schule gegangen, mit Sauerstoff- und Inhaliergerät im Gepäck. Dies war eine sehr schöne Zeit für mich, auch wenn  ich mich jetzt mit meinem Händicup in der Welt draußen  zeigen musste. Dusseligerweise habe ich zwar die schriftlichen Prüfungen mit gut und sehr gut abschließen können, aber leider fehlt mir bis heute die Gelegenheit die mündlichen Prüfungen zu machen, so das ich noch immer keinen Realschulabschluss habe. Aber ich habe für mich die Prioritäten sowieso verschoben, es ist nicht wichtig einen Tag lang Prüfungen zu machen, sondern viel besser ein Jahr zur Schule zu gehen:-) und dieses zu meistern.