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Eindrücke von dem Klinikum
Berchtesgadener
Land in Schönau am Königssee. |
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sind wir mit dem Taxi unterwegs in die Reha Klinik nach Berchtesgaden, genauer gesagt nach Schönau am Königssee. Vor lauter Aufregung
habe ich während der Nacht zuvor kein Auge zu gemacht. Jetzt, im Auto, kann
ich mich etwas entspannen und genieße die Reise. Es ist schon sehr angenehm mit dem Taxi zu fahren.
Man braucht sich um den Weg keine Sorgen zu machen. Das Gepäck wird vom Fahrer
entgegengenommen. Die Reise geht von Haustür zu Haustür. Doch nicht jeder kommt in diesen Genuß, aber für
uns Transplantierte sind die Ansteckungsgefahren im ersten halben Jahr nach der OP in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn zu
hoch. Das Wetter präsentiert sich von seiner besten Seite, als wir z. B. am Chiemsee vorbeifahren und vorbei an den ersten Felswänden Bayerns kommen. Die Klinik, vor ca 5 Jahren neu gebaut, liegt malerisch am Hang und ist dank der Beschilderung recht gut zu finden. Dort werde ich freundlich am Empfang begrüßt. Eine Schwester bringt mich in ein helles, freundlich eingerichtetes Einzelzimmer mit Balkon, eigener Dusche und WC. Auch Telefon (mit Internet nach Anfrage) und Fernsehanschluß sind nach Anmeldung (zusammen ca. 5,00 DM Gebühren täglich ) empfangsbereit. Etwas ungewohnt ist der Mundschutz, mit dem
alle Lungentransplantierten, aber auch z. B.
Mukoviszidosepatienten, in der Klinik herumlaufen. Da ist der
Erkennungswert gegeben und Gleichgesinnte finden sich;-)
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Das Klinikum Berchtesgadener Land |
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Patientenzimmer
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| Ein Einführungsgespräch findet in der Gruppe jeden Mittwoch um 16 Uhr statt, wo man genau erfahren kann welch
abwechslungsreiches Freizeitangebot man außer der Therapie noch vom Haus aus geboten bekommt. Diese gehen von Wanderungen, über Busfahrten, bis hin zu Bastelarbeiten wie
Windowcolors, Serviettentechnik und Seidenmalerei, auch
Gedächtnistraining ist mit im Angebot. Es gibt eine kleine Bibliothek, einen
Kiosk, einen Andachtsraum und einen Fernsehraum. Einen Waschraum, wo man gegen Gebühr seine Wäsche waschen, trocknen und bügeln kann.
Außerdem ist ein Spielzimmer eingerichtet, in dem man sich im Billard üben kann, Tischtennis spielen, aber auch
flippern kann. Gern besuchte Ausflugsziele im Berchtesgadener Land sind der Königssee mit der Wallfahrtskirche in St. Bartholomä, aber auch bekannte Gipfel kann man mit viel Luft und guten Wanderschuhen ersteigen oder man ersucht sich einfach mit dem Lift die gute Aussicht von oben zu genießen. Den Obersalzberg und das Kehlsteinhaus als Ausflugsziele nicht zu vergessen.... aber es gibt auch noch vieles mehr........ |
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der Koenigssee mit St. Bartholomae
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Gebirge rund um den Königssee |
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Kehlsteinhaus |
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Der Kontakt mit dem für sich zuständigen Arzt erfolgt am ersten Tag, so daß schon am nächsten Morgen mit den Therapien begonnen werden kann:-) Als Doppel-Lungen-Transplantierte CF´lerin fühlte ich mich unter den Fittichen vom Oberarzt Herrn Dr. Hoffmeyer in den besten Händen....
Die Klinik ist auf einem sehr breitem Spektum spezialisiert: |
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Für Diagnostik stehen zahlreiche aufwendige und moderne Räumlichkeiten sowie Geräte zur Verfügung.
An Therapie wird folgendes geboten: Atemtherapie, Krankengymnastik, Elektrotherapie, Moor- und Sprudelbäder, Bewegungsbäder, Entspannungstherapie, Verschiedene Gymnastikgruppen - je nach Krankheitsbildern: z.B. Osteoporosegruppe, Rückenschule.... auch Wandern und Walken steht auf dem Therapieplan.... Näheren Angaben dazu findet ihr in der Homepage der Klinik unter
Berchtesgaden. |
| Im
Fitnesraum hat man die Möglichkeit seine Ausdauer und seine Muskulatur ausreichend und nach
eingenem Zeitplan zu trainieren. Die Therapeuten prüfen zu Anfang, nach Vorgabe des behandelnden Arztes, anhand eines Tests die Vitalkapazitäten, Kraft und Ausdauer und stellen dann mit dem
Patienten zusammen einen Trainingsplan auf.
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Trainingsraum |
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Laufbandtraining |
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Schulungen und Vorträge zu speziellen Themen und Krankheitsbildern gehören genauso zum Angebot wie Möglichkeiten zu Gesprächen mit Psychologen und Sozialpädagogen, die Informationen z.B. zum Schwerbehindertenrecht, Pflegeversicherung etc. geben. Die Diätberatung, ob für Adipositas, Mukoviszidose oder Transplantierte ist umfassend und abwechslungsorientiert.
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| die
Anwendungen, so in etwa
während der Reha:
8.00 Uhr Frühstück auf dem Zimmer (Montags und Donnerstag vor dem Essen zur Blutentnahme, wegen Ciclospiegel, Entzündungszeichen etc.) 9.00 Uhr Athemtherapie 9.30 Uhr Elektrotherapie / Narbe 10.00 Uhr TX - Vortrag/Gesprächsrunde im Laufe des Vormittags: Röntgen und BGA (jeden Montag und Donnerstag) 12.00 Uhr Mittag auf dem Zimmer 13.30 Uhr Entspannung / Gruppe 14.00 Uhr Ausdauertraining 15.00 Uhr KG - Hausaufgabe im Zimmer 17.00 Uhr Abendessen auf dem Zimmer (2x in der Woche warm) ------------------------------------------------------- 8.00 Uhr Frühstück auf dem Zimmer 8.15 Atemtherapie zwischen 9. - 12.00 Visite auf dem Zimmer (Dienstag und Freitag) 12.00 Uhr Mittag auf dem Zimmer 13.00 Uhr Moorbad 13.30 Uhr Osteoporose - Gruppe 15.00 Sporttherapie im Trainingszentrum 16.00 KG - Hausaufgabe im Patientenzimmer 17.00 Abendessen auf dem Zimmer
seine Sporttherapie oder Ausdauertraining konnte man sich selbst einteilen, also schon morgens gleich nach der Visite erledigen, so hatte man ab 14 Uhr den ganzen Nachmittag frei.... Die Tagesabläufe haben sich jeden Tag verändert. Es gab am Wochenende einen neuen Wochenplan, den sich jeder Patient aus seinem Postfach geholt hat. Wenn es unter der Woche Änderungen gab, bekam man dies immer durch das Postfach geschickt, also war es wichtig daß man jeden Abend dort noch mal nachgeschaut hat.... |
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und zu guter Letzt: sollte man während seines Aufenthaltes auf keinen Fall versäumen, sich ein mal morgens so gegen 4 Uhr auf den Weg zu machen, um den Wolpertinger, ein äußerst seltenes Exemplar, zu suchen. Das Vorkommen dieser pussierlichen Tierchen ist im Alpengebiet bis zur Sprachgrenze "Donau".......
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Wolpertinger (Crinsensus
bavaricus) fotografiert am 30.02. diesen Jahres
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