Kurbericht über die Asklepios Nordseeklinik auf Sylt von Roland

 

Januar 2002

Auf Sylt angekommen bin ich am 02.Januar 2002 gegen 15.30 Uhr.

Nach etwas suchen in Westerland fand ich die Klinik in Richtung Wenningstedt.

Die Klinik hat ein schönes Eingangsportal. Viele Flachbauten mit Strohdächern.

Ein großer Parkplatz war direkt neben meiner Unterkunft. Ich mußte mich im sogenannten Seehaus melden. Der erste Eindruck von der Klinik war sehr angenehm. Alles war sehr hell und hatte eine Luxushotelathmosphäre. Goldene Lampen, Türklinken usw.

Nachdem ich mich in meinem Zimmer eingelebt hatte ( u.a. die Minibar umbestückt) war ich zum wöchentlichen Rundgang für die Neuankömmlinge gegangen.

Und danach zum Abendessen.

Frau Scharge nahm sofort meine Zusatzbestellung für die CF-Extrakost auf. Das klappte alles ganz super. Das Essen war auch fast die ganze Zeit lecker.

Am nächsten Tag abends hatte ich entlich mein erstes Arztgespräch. Für mich gab es an Behandlungen: 2-3 mal die Woche reflektorische Massage, 2/Woche Brustkorbbehandlungen,

wegen meiner Schuppenflächte gab es 3/Woche med. Bäder mit Salz und Balneum Hermal, einen Termin bei der Ernährungsberatung und beim Hautarzt.

Freiwillig konnte ich ins Fittnesstudio/Sportraum und ins Hallenbad. Das tat ich auch 2-3 mal in der Woche. Man war, da ich einziger CF`ler war eigentlich auf sich allein gestellt mit den Behandlungen. Da das Wetter größtenteils sch....lecht war, ging es mir demnach auch nicht so gut. In der Klinik sind relativ weite Wege zurückzulegen, um an die einzelnen Behandlungsorte zu gelangen. Ich bin an manchen Tagen auf über zwei Kilometer gekommen..... hab es mal nachgezählt.

Was mich sehr gewundert hat, war die Hygiene in der Bäderabteilung. Ich habe versucht Fotos zumachen, aber naja. Die Be-und Entlüftungsdüsen, sowie die Holzbalken ander Decke waren mit Spinnweben und Staub behangen, das es einem das Gruseln kommen kann. Diese Dinge hab ich auch in den Qualitätsbericht geschrieben, den die Kurverwaltung zum Ende der Behandlung haben möchte. Da Frau Scharge in manchen Dingen meine Beratungs/Vertrauensperson dort war, habe ich ihr es auch erzählt. Später stellte sich durch ihre Nachfragen heraus, das es „nur“ Salzablagerungen gewesen waren. Diese werden aber ab sofort regelmäßig entfernt. Naja, aber ansonsten waren eigentlich alle sehr freundlich, das Reinigungspersonal, Küchenpersonal, Stationsschwestern und Therapeuten.

Da das Freizeitangebot in der Klinik ist halt nicht für Jugendliche gedacht ist, geht man manchmal aus. Aber vorsicht, auch im Winter sind die Preise heiß. Das Kino ist mit 4 Euro relativ günstig, die Fahrt zur Nordspitze kostet 5 Euro und 100 Gramm verschiedenster Fisch kostet bei Gosch 10 DM. 

Ich würde sagen, das es bessere Kliniken an der Nordsee gibt, wo CF´ler eine komplettere Behandlung bekommen. Probierts mal aus, die Erfahrung muß jeder mal machen.

 

Tschüß, Roland

 

Nachtrag in eigener Sache:  Nach Erzählungen von TX-Patienten kann man hier nach TX recht gut eine Kur als Transplantierte verbringen. Allerdings sollte man sich schon etwas sicher sein in seiner "neuen Situation". Gespräche mit der Diätassistentin über eine bestimmte Transplant-Kost sind hier möglich....  

zurück